Zuerst wird der Holzkern zusammengesetzt. Dazu zuerst das Schwert auf eine der Holzlatten legen und die Kanten nachzeichnen. Dann zuerst eine Holzleiste anleimen, die zweite wird bei liegendem Schwert angeleimt, damit die Form der Klinge exakt nachgebildet wird. Der Ort wird mit einem kleinen Holzstück ausgefüllt. Anschließend die zweite Latte aufleimen und die so erhaltene eckige Scheide gründlich abschleifen, damit sie die spätere leicht ovale Form erhält.
Nun wird zuerst ein “Deckel” an der Öffnung angebracht, der verhindert, dass Schmutz in die Scheide kommt bzw. das Schwert wackelt. Das Leder zur Bespannung kann auf der Vorderseite angeklebt werden, die Rückseite wird unter Zug vernäht und das überstehende Leder abgeschnitten. Der Ort kann entweder aus Leder oder mit einem entsprechenden Metallstück gestaltet werden.
Die Gurtung ist etwas kompliziert, am besten schneidet man sich die Teile erst aus Stoff zu und übernimmt dann die Maße aufs Leder. Entsprechende Vorlagen zu den einzelnen Wickelungstechniken findet man in der einschlägigen Literatur, oder man probiert selbst ein wenig aus. Bezüglich Farbgebung sollte man darauf achten, dass das die Scheide umhüllende Leder dunkler als das der Gurtung ist. Für die Gurtung am besten weiß oder ein helles Braun nehmen. Sollte das weiße Leder allein zu dünn sein, kann man es mit einer Lage Leinen an der Rückseite verstärken.
Anschließend das Leder noch einfetten — erhöht die Lebensdauer der Scheide ungemein!
Arbeitsaufwand ca 12 Stunden