Wie unser Name bereits aussagt, befasst sich der in Innsbruck ansässige “Mittelalterliche Kampfsportverein Ausfall” mit der sportlichen Ausübung des europäisch-mittelalterlichen bewaffneten Nahkampfes, insbesondere des Schwertfechtens.
Unser Schwerpunkt liegt dabei einerseits im Erlangen körperlicher Ausdauer, im Trainieren unserer Koordination bzw. Motorik, im historischen Recherchieren sowie im Knüpfen von Freundschaften mit ähnlich Begeisterten, andererseits aber auch im möglichst korrekten Rekonstruieren und Nachahmen überlieferter Kampftechniken, soweit dies aus heutiger Sicht möglich ist.
Gegründet wurde der Verein im Frühjahr 2006, als im Zuge eines von zweien unserer künftigen Mitglieder geleiteten Schwertkampfkurses mehrere Interessierte zusammentrafen und sich auf “Anhieb” derart gut verstanden, dass sie auch künftig miteinander trainieren wollten.
Nachdem bald schon angedacht wurde, gemeinsam an mittelalterlichen Veranstaltungen teilzuhaben und im Zuge von öffentlichen Aufführungen Schwertkampfdarbietungen zu geben, war die Vereinsgründung schon alleine versicherungstechnisch ein logischer Schritt.
Unsere Mitglieder
Im Laufe der Zeit wurde der ursprünglich reine Kampfsportverein durch weitere Mitglieder und Interessenskreise bereichert, sodass nunmehr neben dem bewaffneten Kampf mit diversen mittelalterlichen Waffengattungen und dem gemeinsamen Teilnehmen an Veranstaltungen, auch auf das Anfertigen von historischen Gewändern, Einrichtungsgegenständen, Rüstungen wie Schilden, viel Zeit verwendet wird.
Im Wesentlichen haben wir uns aus Gründen eines einheitlichen Erscheinungsbildes auf die militärische und zivile Darstellung zweier Epochen konzentriert:
Zunächst wäre dies die Zeitspanne zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, welche von allen Mitgliedern aufgrund der relativ kosten- und zeitsparenden Ausrüstungsbeschaffung mitgelebt und -gestaltet werden kann.
Der zweite darbieterische Schwerpunkt unseres Vereines stellt das Ende des 15. Jahrhunderts dar, zumal diese Epoche für uns, schon alleine aufgrund der Bedeutung Kaiser Maximilians I. für unseren Vereinssitz Innsbruck, geschichtlich sehr wertvoll ist.
Da dieser Zeitabschnitt jedoch grundsätzlich eine aufwändigere Ausrüstung und Bekleidung erfordert, wird sie auch nur von einem Teil der Vereinsmitglieder mitgetragen.
Bei der von uns getragenen Ausrüstung legen wir zwar großen Wert auf Authentizität, jedoch stellen auch die Sicherheit und der Kostenpunkt wichtige Faktoren dar. So versuchen wir stets das Maß zu halten zwischen einer historisch vertretbaren und finanziell machbaren Darbietung.
Bisweilen verwenden wir auch für den Betrachter nicht sichtbar getragene, moderne Hilfsmittel, wie etwa diverse Protektoren, um das Verletzungsrisiko bei unseren Trainings- und Aufführungskämpfen möglichst gering zu halten, schließlich bestehen unsere zwar ungeschliffenen Übungswaffen immer noch aus massivem Stahl und sind demnach auch mit entsprechendem Respekt zu behandeln.
All unsere Zelte, historischen Alltagsgegenstände, Rüstungen und Waffen beziehen wir entweder über diverse bewährte Schmiede und Lieferanten aus dem In- und Ausland, oder aber wir stellen diese nach historischen Vorlagen selbst her.