Deus Vult: Ausfall!

Burgfest Kaprun 2007

Nach gemeinschaftlichem Einladen der Unmengen von Ausrüstung in den gemieteten, teuren Sprinter, gings mit mehreren PKWs voll Ausfall von Innsbruck in Richtung Kaprun.
Die Route war allen klar, nur ein Tennisturnier, in einem nicht näher zu nennenden Städtchen am Hahnenkamm, führte zu einem gewaltigen Stau, der einigen Kilometer vor dem Ort begann, durch den ganzen Ort ging, und erst bei dem Veranstaltungsort endete.
Meine Nerven lagen blank - allererstes Lager, da wollte ich nicht später wie der "offizielle" Aufbautermin ankommen - unbegründete Sorgen, aber woher soll man das als Neuling denn wissen.
In Kaprun angekommen wurden wir herzlich empfangen, umfassend informiert und machten uns, genau mit Beginn des Regens, ans Aufbauen.
Irgendwie gelang das alles in Rekordzeit, schon ein paar Stunden später konnten wir uns in Montur werfen, ein Feuerchen entzünden und uns von den Grillkünsten unseres Bruder Alex verwöhnen lassen.
Der Tag klang mit Beschnuppern und kennen lernen anderer Lagergruppen aus, wobei es uns das Bett von "De Miahoida" und die Ausrüstung der "Freyen" besondern gefielen.

Nach kurzer Nachtruhe traten wir in voller stärke und unter lautstarkem "Ausfall!"-rufen in unseren Kreuzfahrermonturen für den Umzug an, und quälten uns zuerst den Hügel hinab, dann auf den Dorfplatz und schließlich wieder (und das war das schlimmst : ) den Hügel zu Burg und Lager hinauf.
Am Abend des Samstags stattete und die "Jorviksippe", trotz Schaden an ihrem Auto, einen Besuch ab, und half uns, die Kiste ausgezeichneten Mets, den wir am Markt gekauft hatten, leerzumachen.
Das Wetter am nächsten Tag war viel schöner, so "zog" der neuerliche Umzug, zu dem sich unsere Plattenbesitzer in ihre Dosen gezwängt hatten, sehr viele Besucher und Touristen ins Lager, denen nach Fotos, Informationen und Rüstungsanprobieren war.
Wir führten außerdem unsere Choreografie vor, um den "Sieger", Siebenboldt von Breitkreuz, danach zum Ritter zu schlagen. (und ihm den Ekelerregenden "Rittertrunk" einzuflößen).

Wieder fast bei Regen begannen wir mit dem Abbau, und reisten, traurig darüber, dass es schon wieder vorbei war, am späten Sonntagnachmittag ab.
Alles in allem war das allererste Lager unseres Vereins ein voller Erfolg: unsere in Rekordzeit zusammengestellte Lagerausrüstung bewährte sich, wenn schon vielleicht nicht total "A" bestens, wir hatten nichts Wichtiges vergessen und konnten Kontakt zu einigen anderen Gruppen knüpfen.
Ein großes Dankeschön an Misha und ihr Team, die ein tolles und reibungslos funktionierendes Lager auf die Beine gestellt haben!

Verfasst von Martin von Truiwenburg der Eitle, Ritter des Ausfalls
August AD MMVII