Deus Vult: Ausfall!

Bericht Kaiserkrönung Trient

Am letzten Märzwochenende fand der erste "offizielle" Auftritt des Ausfalls im Jahr 2008 statt: In Trient wurde ein Fest zum 500-Jährigen Jubiläum der Krönung von Maximilian von Habsburg zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches veranstaltet.

Der Bustransfer, im "Partybus" mit unseren Freunden, dem Stählernen Haufen aus Schwaz, begann am Samstag zu Mittag. Angekommen in Trient luden wir unsere Ausrüstung (die ausgebreitet ungefähr ein viertel der Halle benötigte) in der Turnhalle aus, die allen Darstellern als Garderobe diente. Nach kurzem Bummeln und Altstadterkunden ging es zurück ins Hotel, wo das ausgezeichnete Abendessen wartete. Dieses konnte von unseren Platten-tragenden Rittern, die nicht vollgefressen und vom guten Rotwein angeheitert zum "Dienst" erscheinen konnten, leider nicht so ausgekostet werden wie von den Knappen und den Maiden.
Teils satt, teils hungrig, ging es zurück in unsere Garderobe wo unter Zeitdruck 4 Ritter "eingedost", und auch alle anderen Darsteller "in Schale" geworfen wurden.

In einem großen Umzug zogen schließlich der Kaiser und sein Hofstaat, seine Recken (Ausfall), Tänzer, Musiker, Gaukler und Landsknechte auf den Piazza del Duomo von Trient. Dort war eine Bühne aufgebaut und weitere Landsknechte aus Füssen und Mindelsheim waren angetreten.
Untermalt von zeitgenössischer Musik wurden ein Moreskentanz, ein höfischer Paartanz, ein Schwerttanz und eine Feuershow aufgeführt.
Unsere Kampf-Choreografieaufführung kam ohne Musik aus: die Ritter Ludwig (der die Vorteile moderner Profilsohlen zu schätzen lernte....) und Gregor (der aufgrund eines auf dem Marsch verrutschten Riemen etwas beeinträchtige war und von seinem Helm gebissen wurde) traten gegeneinander an, hatten aber auch mit dem Bühnenbelag und Wassermangel zu kämpfen.
Die Maiden wurden inzwischen zu einem "Notenständerdienst" eingeteilt, den sie, dank der netten Musiker, mit Spaß und guter Laune ableisteten
Nach getaner "Arbeit" ließen wir den Abend in verschiedenen Bars ausklingen.

Nach einer wegen der Sommerzeitumstellung um eine weitere Stunde verkürzten Nachtruhe, standen wir in aller Frühe auf, um rechtzeitig für den auf 9.00 Uhr angesetzten Umzug wieder gewandet und gerüstet zu sein.
Unter Fanfaren und Trommelklängen bewegte sich ein großer Umzug historisch gewandeter Darsteller dem berittenen Maximilian hinterher ein weiteres Mal auf den Domplatz zu. Dort erwarteten uns, neben einigen "normalen" Zuschauern auch Politprominenz aus Nord- und Südtirol, dutzenden Fotografen und mehrere 1000 Schützen.
Nach einer Zeremonie, in der sich Maximilian I zuerst selbst die Krone aufsetzte und dann unsere Recken medienwirksam zu Rittern schlug, ging es zurück in die Garderobe zum Umziehen.

Zusammen mit den Schützenkompanien wurden wir abschließend in der Messenhalle verköstigt und machten uns nach kurzem Kaffeetrinken um 15.00 Uhr wieder auf nach Innsbruck

Martin der Eitle
April AD MMVIII