Info: Dieser Typ des Plattenrocks ähnelt sehr stark dem “klassischen” Modell a la Visby, weshalb hier auf die Beschreibung der ersten Arbeitsschritte nur in aller Kürze eingegangen wird.
Zuerst wird wie bei der Visby-Platte der Torso aus Leder herausgearbeitet. Anschließend das ganze vorne mit 2 Lagen Wollstoff oder Leinen polstern und darüber die eigentliche Textilschicht nähen. Im Unterschied zur “Visby-Platte” reicht aber die Textilschicht nach unten über das Leder hinaus und wird in Form eines geschlitzten Waffenrocks zugeschnitten. Es ist empfehlenswert die Ränder (vor allem im Bereich der Arme) einzufassen, da sonst das Kettenhemd den Stoff durchscheuert.
Jetzt kann mit den Metallplatten begonnen werden. Dabei wird durch alle Schichten durchgenietet, also Textil- und darunterliegende Polsterschicht, Leder und Metall. Dabei zwischen den einzelnen Platten ca 3mm Platz lassen, damit beim Anziehen eine Wölbung möglich ist und sich die Platten nicht verkeilen. Bevor man mit den Platten die äußeren Ränder erreicht, sollte man die Position der Riemen und Schließen markieren, um sie dann gleich mit einbauen zu können. Die Riemen sehr lang zuschneiden und lieber danach auf die richtige Länge kürzen — andersrum ist es schwierig!
Danach werden die Sohlenlederplatten für die obere Brust und Rückenpartie zugeschnitten und eingenietet.
Arbeitsaufwand insgesamt ca 35 Stunden (je nach Ausführung).
Zur Trageweise: Als oberste Schicht über Kettenhemd und Gambeson. Der Schwertgurt wird am Kettenhemd getragen, also nicht über den Plattenrock geschnallt.
Wahlweise kann zwischen Gambeson und Kettenhemd noch eine lange, relativ weit geschnittene Tunika getragen werden — so wie bei der Statue des Hl. Mauritius.